Was ist mit uns (Becky Albertalli und Adam Silvera; 2018 – Arctic Verlag)

New York – eine Stadt voller Menschen. Jeden Tag begegnet man Tausenden. Da ist es doch eigentlich unmöglich sich wiederzufinden, wenn man nicht einmal den Vornamen des anderen kennt. Oder?

Arthur verbringt den Sommer in New York, um ein Praktikum in der Kanzlei seiner Mutter zu machen. Zusammen mit seinen Eltern lebt er in dieser Zeit in der Wohnung seines pferdeliebhabenden Onkels. Sein großer Traum ist, „Hamilton“ als Broadway Musical zu sehen. Generell ist Arthur eher verträumt, liebt Musicals, ist sehr selbstbewusst, genießt das Leben und vor allem gerade in New York zu sein. Aber nicht alles ist super: Seine Eltern streiten sich pausenlos und sein bester Freund hat zu ihm den Kontakt abgebrochen, seit er sich vor ihm und Arthurs bester Freundin geoutet hat. Nur in dem Gruppenchat der drei verhält er sich normal. Was soll Arthur davon halten?

Bens Leben ist gerade nicht so super: Er hat sich kürzlich von seinem Freund getrennt, der nach einem Streit zwischen den beiden einen anderen geküsst hat. Leider ist er kein Überflieger in der Schule und muss in die Sommerschule gehen – zusammen mit seinem Ex-Freund, der nicht mehr mit ihm redet. Zudem wurde durch die Trennung auch die Freundschaft zwischen Ben, seinem Ex-Freund, und einem anderen getrennten Pärchen zerstört. Das macht Ben stark zu schaffen und er schlägt sich mit der Frage rum, ob es besser gewesen wäre, wenn keiner von den vieren eine Beziehung mit einem der anderen eingegangen wäre, um ihre Freundschaft zu viert zu retten. Was ihm außerdem sehr beschäftigt ist, dass er trotz seiner puertoricanischen Abstammung, zu der er sehr steht, so amerikanisch aussieht.

Als sich die beiden dann zum ersten Mal in New York vor einer Postfiliale begegnen, verstehen sie sich sofort gut. Arthur folgt Ben sogar nach drinnen, obwohl er gar nichts verschicken möchte. Allerdings werden sie nach einer kurzen Unterhaltung durch einen Flashmob-Heiratsantrag getrennt und wissen weder Nummer noch Nachnamen voneinander. Trotzdem wollen die beiden sich unbedingt wiederfinden und starten einige verrückte Suchaktionen. Beispielsweise geht Ben zu einem Treffen für Yale-Anfänger, weil Arthur davon erzählt hat, dass er da anfangen möchte und Arthur findet eine halben Adressaufkleber, den Ben benutzt hatte und sucht daraufhin nach einem Huston, weil der ja Ben, dessen Vornamen Arthur noch nicht einmal kennt, kennen könnte. Doch können sie das wirklich schaffen?

Das Buch ist kapitelweise abwechselnd aus Bens oder Arthurs Perspektive geschrieben, sodass man auch mitbekommt, wie beide zeitgleich nacheinander suchen. Der Roman hat mir sehr gut gefallen, da es sehr süß geschrieben ist und gleichzeitig Sommerferiengefühl vermittelt, aber ich konnte mich auch gut in den Alltagsstress der beiden Jungen versetzten. Zudem zeigt es auf sehr tolle Weise, dass Liebe zwischen zwei Jungs genauso schön sein kann, wie bei einem Hetero Pärchen.  Vielleicht ist es als Liebesgeschichte in einem Roman sogar besser, da das Buch toll ist, ohne extrem kitschig zu sein.

Majlis

Wen fandet ihr sympathischer? Ben oder Arthur? Habt ihr auch schonmal versucht jemanden wiederzufinden, den ihr kaum kennt? Schreibt es in die Kommentare 🙂

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