Layla (Colleen Hoover, 2020, dtv-Verlag)

Layla (Colleen Hoover, 2020, dtv-Verlag)

Was passiert nach dem Tod? Gibt es eine Chance, dass die Toten noch einmal zu uns zurückkehren?

Auf der Hochzeit ihrer Schwester lernen Layla und der Musiker Leeds sich kennen und lieben. Es ist Liebe auf den ersten Blick und sie scheinen zusammenzupassen wie die Faust auf’s Auge. Sie leben den Traum vieler Jugendlicher, bis Layla Opfer eines Attentats von Leeds‘ eifersüchtiger Ex-Freundin wird. Nach diesem Tag ist Layla nicht mehr dieselbe und gerade Leeds fühlt sich immer weniger mit ihr verbunden. Um ihre Beziehung zu retten, hat er die Idee, das Haus, in dem sie sich kennengelernt haben, zu mieten, damit sie dort einen entspannten Urlaub verbringen können. Doch in diesem Haus scheint es nicht mit rechten Dingen zuzugehen und auch Laylas Zustand verschlechtert sich eher, als dass er sich verbessert. Damit er Layla nicht völlig verliert und er ihr beider Leben wieder ein eine einigermaßen annehmbare Bahn lenken kann, muss Leeds jedoch zu außergewöhnlichen und zweifelhaften Mitteln und Methoden greifen …

„Layla“ ist mal eine etwas andere Geschichte von Colleen Hoover. Ich wurde während des Lesens ehrlich immer wieder überrascht, weil ich mit einigen Ereignissen oder auch Wendungen in der Handlung echt niemals gerechnet hätte. Aber gerade deshalb fand ich es super! Es war nicht das übliche Liebes-Drama, was wir sonst von ihr kennen (und lieben 😉), sondern es gab einen tieferen Hintergrund, den der Leser erst Stück für Stück, zusammen mit Leeds erfasst hat. Es war also, anders als vielleicht einige andere ihrer Romane, ganz und gar nicht vorhersehbar, was als nächstes passiert und ich bin von dem Ende echt überrascht gewesen, gerade weil ich irgendwann an dem Punkt war, an dem ich mir kein Ende mehr ausmalen konnte. Für mich persönlich war es also eine tolle Leseerfahrung!

Insgesamt hat mir besonders gefallen, dass der Roman aufgebaut ist wie ein Rätsel, denn wer kennt sich schon mit verschiedenen Ebenen und Welten aus, in denen wir mit anderen möglichen Lebewesen oder Wesen zusammenleben …? Etwas spirituell – wer hätte es von Colleen Hoover gedacht, aber deshalb umso abwechslungsreicher und spannender. Und zwischendurch auch ganz schön gruselig …

Ich kann euch den Roman wirklich ziemlich uneingeschränkt empfehlen. Den Colleen Hoover – Lesern sowieso, aber auch denen, die davon sonst nicht so angesprochen sind, weil es wirklich einen anderen Kern hat!

Lena

Könnt ihr euch vorstellen, dass es in parallelen Ebenen zu unserer Welt auch noch Leben geben kann? Und hättet ihr gedacht, dass der Roman noch so ein Ende nehmen kann?

The Kissing Booth (Beth Reekles, 2019, ctb-Verlag)

The Kissing Booth (Beth Reekles, 2019, ctb-Verlag)

“Wenn es ist, was du willst, bin ich für dich da, wenn es vorbei ist. Ich werde immer für dich da sein.“ (Lee zu Elle)

Elle Evans hat einen besten Freund: Lee Flynn. Sie gehen in dieselbe Klasse in der Schule, wohnen nur 10 Minuten zu Fuß voneinander entfernt, sind am selben Tag geboren und haben quasi ihre gesamte Kindheit und Jugend miteinander verbracht. Eines Tages steht dann ein Schulfest an, wofür sie als Mitglieder der Schülervertretung einen Stand organisieren sollen. Nach einigem Überlegen kommen sie auf eine „Kissing Booth“. Genial! Doch wegen eines Notfalls muss Elle sich auf dem Fest plötzlich selbst in die Box stellen, und Küsse verteilen. Dabei hätte sie niemals gedacht, dass sie ihren ersten Kuss ausgerechnet in einer „Kissing Booth“ auf einem Schulfest von dem extrem heißen und allseits begehrten Bruder ihres besten Freundes bekommen würde … Noah Flynn, der Quarterback der Footballmannschaft und in mehr Gerüchte und Geschichten verstrickt, als ihm guttut.

Doch als Elle sich eingestehen muss, dass dieser Kuss nicht ganz spurlos an ihr vorbeigegangen ist, steht sie vor einem viel größeren Problem: Wie erzählt man seinem besten Freund, dass man in dessen großen Bruder verschossen ist? Und will Elle das überhaupt? Wo Noah doch echt keinen guten Ruf hat und im kommenden Jahr auf’s College gehen wird? Und will sie dafür ihre Freundschaft mit Lee auf’s Spiel setzten?

Ich habe mich lange dagegen gesträubt, diese Reihe zu lesen, da ich sie ehrlich gesagt als billige Netflix-Serie abgetan hatte. Aber irgendwann hat mich die Neugier dann doch gepackt und ich wollte wissen, was denn nun an der Geschichte so toll ist. Und ehrlich gesagt wurde ich echt überrascht. Das Beste ist der einzigartige Humor. Die Freundschaft zwischen Elle und Lee ist echt beneidenswert und ich hoffe, nicht einzigartig. Denn die beiden verbindet so viel, dass sie wie die Faust auf’s Auge zusammenpassen und perfekt harmonieren. Es ist ziemlich witzig, mit den beiden in der Schule oder zum Beispiel am Pool zu sein und Noah zu ärgern, aber gleichzeitig ist die brüderliche Beziehung zwischen den Flynn-Geschwistern beeindruckend. Doch neben dem Humor, sticht auch der Ernst dieser Geschichte heraus. Die Vater-Tochter-Beziehung zwischen Elle und ihrem Vater ist wunderschön zu verfolgen („Ich möchte nur nicht, dass du irgendwas Dummes machst.“ „Und zwar? Wieder mit ihm zusammen sein?“ „Nein, dir nochmal das Herz brechen lassen.“), gerade vor ihrem familiären Hintergrund … Ein dritter Punkt, denn ich faszinierend fand, war die Tatsache, wie die Protagonisten mit der Zeit gewachsen sind, offensichtlich älter wurden und von Teenagern zu jungen Erwachsenen geworden sind („Vielleicht war alles genau so, wie es sein sollte. Vielleicht fügte sich alles perfekt zusammen.“)

Mein Fazit fällt also sehr viel besser aus, als ich es jemals erwartet hätte. Vor dem dritten Teil habe ich ganz kurz gedacht, puh, vielleicht hätten zwei auch gereicht, aber jedes Buch hatte etwas für sich und ich will das Leseerlebnis des letzten Bandes eigentlich am wenigsten von allen missen! 😊 Also: Top, manchmal denkt man sich vielleicht, „so schwer kann es doch nicht sein“ oder „die Lösung liegt doch auf der Hand“, aber das gehört ja auch irgendwie zu solchen Geschichten dazu!

Lena

Wer hat so eine Freundschaft, wie die zwischen Elle und Lee selbst erlebt? Mögt ihr davon erzählen? Und hättet ihr es gewagt, eure Freundschaft auf’s Spiel zu setzten?

Ich kann dich fühlen (Tess Tjagvad, Saga-Egmond-Verlag, 2022)

Ich kann dich fühlen (Tess Tjagvad, Saga-Egmond-Verlag, 2022)

„Was wäre, wenn. Es sind nur drei kleine Wörter, die keiner Fliege etwas zuleide tun, solange sie für sich allein stehen. Packt man sie jedoch zusammen, hat man womöglich das perfekte Chaos geschaffen.“ (aus „Ich kann dich fühlen“)

Mit dem Beginn ihres Studiums an der Fort Lake University möchte Kat einen Strich unter ihr bisheriges Leben setzten, ihre Vergangenheit hinter sich lassen und einfach unauffällig ihre Prüfungen möglichst gut absolvieren. Doch ein attraktiver Student, der gleichzeitig der Frauenheld schlechthin der Universität ist, aus einer der berüchtigten Studentenverbindungen macht ihr dieses Vorhaben zunehmend schwerer, da er mit allen Mitteln versucht, sie aus ihrer Komfortzone zu locken. Kat passt das gar nicht, doch auch sie muss sich eingestehen, dass sie ihn nicht einfach so abblitzen lassen kann. Doch kann sie überhaupt wieder Vertrauen fassen in einen Menschen, den sie kaum kennt – und dann auch noch ausgerechnet in Carter?

Puh, der Roman geht unter die Haut. Und das gleich aus mehreren Gründen: Zum einen haben sowohl Kat als auch Carter mit einer schweren Vergangenheit zu kämpfen, die sie irgendwie versuchen, gedanklich zu umgehen; und zum anderen ist es dem Leser dadurch, dass es Tess Tjagvad unheimlich gut gelungen ist, vor allem Kats Gefühle zu beschreiben, möglich, alle ihre Gefühle nachzuempfinden. Vic (Kats Mitbewohnerin) fragt Kat an einer Stelle: „Hattest du Herzklopfen? Gänsehaut? Das Gefühl, als wären in deinem Magen plötzlich Tausende Raketen gezündet worden?“ und ich hätte ihr am liebsten geantwortet: „Ja, hab‘ ich Vic! Schon lange und es will auch nicht mehr aufhören!“ Ich habe selten bei einem Roman so sehr mitfühlen können, wie bei diesem und ich wollte ständig so gerne in die Geschichte reinspringen und Kat unter die Arme greifen, damit sie sich endlich öffnen kann …!

Sprachlich ist der Roman leicht zu lesen und absolut keine Herausforderung, es ist super mal für zwischendurch. Allerdings sollte man nichts anderes vorhaben, denn es ist unmöglich, dieses Buch zwischendurch aus der Hand zu legen! 😉

Ich habe die Autorin bei einem digitalen Verlags-Event selbst ein bisschen kennenlernen dürfen und muss sagen, dass ich sie super sympathisch fand und auch deshalb so große Lust hatte, diesen Roman zu lesen! Nur hadere ich aktuell ein ganz kleines bisschen mit meiner Sympathie, da „Ich kann dich fühlen“ den übelsten Cliffhanger hat, mit dem ich jemals konfrontiert wurde … – aber es gibt ja einen zweiten Teil, der im Mai erscheinen wird. Also doch nicht so schlimm, die Geduld wird nur etwas auf die Probe gestellt. 😉

Insgesamt kann ich nur sagen, dass der Roman echt zu 100% lesenswert ist und sich ideal für eine kleine Auszeit vom Alltag eignet. Wer also Lust auf eine leichte Lektüre, ein bisschen Studienalltag und eine Geschichte rund um Freundschaft und Vertrauen hat – greift zu, ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Lesen! Und mein Highlight, das euch endgültig überzeugen sollte: Es gibt eine Playlist zu dem Buch, sie steht hinten drin! Also lasst euch beim Lesen so richtig schön in die Stimmung der Geschichte tragen! 🙂

Lena

Wer hat beim Lesen noch die ganze Zeit mitgefiebert, wann Kat es endlich schafft, ihr Geheimnis zu erzählen? Und habt ihr auch so sehr mit ihr gelitten wie ich?

True Love – Der magische Augenblick (Conny Redox, Tredition-Verlag, 2021)

True Love – Der magische Augenblick (Conny Redox, Tredition-Verlag, 2021)

„Lebe nach deiner Melodie. Wenn du nach den Noten anderer tanzt, kommst du aus dem Takt.“ (Stefan in True Love)

Die junge Kunsthistorikerin Carlotta verbringt ihren Sommer für einen Sommerkurs in Venedig. Dort trifft sie durch einen Zufall auf den Architekten Stefan und zwischen den beiden funkt es von dem ersten Moment an. Wortwörtlich: Liebe auf den ersten Blick. Stefan lebt auf seiner Segelyacht ‚True Love‘, während er ein Forschungsjahr in Venedig beendet, um danach eigentlich weiter nach New York zu gehen. Doch ist das nicht das einzige Problem zwischen Carlotta und Stefan, denn Carlotta hat ein Geheimnis, von dem sie Stefan auf gar keinen Fall erzählen will, das es ihr allerdings unmöglich macht, ihrem Herzen zu folgen: Sie wurde als Prinzessin geboren und sie weiß, dass ihre Familie Stefan als nicht-adeligen Ehemann nicht dulden würde. Doch wie soll sie sich nun verhalten? Kann sie ihrem Herzen folgen und trotzdem nicht mit ihrer Familie brechen?

Der Roman führt den Leser an verschiedenste Orte, sowohl physisch als auch psychisch. Ob nun in Venedig, in den Bergen Südtirols, in der Millionenstadt New York oder in Paris, der Stadt der Liebe, immer blickt der Leser durch die Augen von Carlotta oder Stefan auf die Hindernisse, die einem jungen Paar durch Traditionen in den Weg gelegt werden können. Conny Redox thematisiert das Thema der Selbstbestimmung, aber gibt auch einen Einblick in alte Adelsbräuche, von denen Carlottas Familie geprägt ist. Lebendig und alltäglich wird die Geschichte durch kurze Einblicke in die Geschichte der Kunst, die die beiden verbindet, gemacht.

„True Love“ gibt dem Leser die Möglichkeit, aus dem Alltag zu fliehen und sich eine Auszeit in Venedig zu nehmen. Dabei kann man wunderbar entspannen, jedoch beschäftigte mich beim Lesen auch, wie es wohl sein mag, einem solchen Druck ausgesetzt zu sein, wie es bei Carlotta der Fall ist und ob man sich lösen kann, wenn man doch von Geburt an von seinem Vater nichts anderes hörte als „Adel verpflichtet und Adel verbindet“. Es macht aber auch zwischendurch einfach Spaß zu lesen, sich nach Venedig auf die ‚True Love‘ zu träumen und sich einfach ein glückliches Selbst vorzustellen.

Von daher kann ich dieses Buch jedem empfehlen, der Lust auf ein wenig Romantik hat, dem Alltag mal entkommen muss und Spaß an einer leichten Lektüre findet!

Lena

Konntet ihr verstehen, dass Carlotta auf dem Schiff plötzlich solch einen Sinneswandel hatte? Und glaubt ihr, dass ihr mit eurer Familie brechen könntet, um eurem Herzen zu folgen?

Die Klänge der Freiheit (Tara Haigh, November 2021, Tinte & Feder)

Die Klänge der Freiheit (Tara Haigh, November 2021, Tinte & Feder)

Wie klingt Krieg? Wie klingt Frieden? Und wie klingt Freiheit?

Die junge Frau Inge aus Nürnberg tritt 1943 ihren Dienst als Schwester des Deutschen Roten Kreuzes im Dienst der Wehrmacht zum Missfallen ihres Vaters an. Entgegen ihrem Wunsche, nach Nordafrika versetzt zu werden, muss sie in das Lazarett in Charkow, ein Ort, der an der Ostfront von Deutschen und Russen umkämpft wird. Die passionierte Geigenspielerin kämpft dort Tag und Nacht für das Leben der Soldaten und lernt die Grausamkeit des Krieges mit aller Härte kennen. Nach einiger Zeit eröffnet ihr der deutsche Offizier Preuss die Möglichkeit, mit ihm nach Italien zur Abtei Montecassino zu gehen und Inge ergreift die Chance, dem Kriegslazarett zu entkommen. Doch sie ist sich nicht ganz sicher, inwiefern sie Preuss, der offen um sie wirbt, trauen kann, denn obwohl er ein Kunstkenner ist und ihr Geigenspiel zu schätzen weiß, ist er Nationalsozialist und sein einiges Ziel ist der Endsieg.

Inge muss sich entscheiden. Kann sie dem Offizier, der ihr eventuell das Leben gerettet hat, trauen? Entscheidungen über Entscheidungen zwischen Liebe und Verrat und Zukunft und Vergangenheit …

Der Roman ist aus der Sicht von Inge erzählt, jedoch ist nicht sie es, die spricht. Man bekommt als Leser so aber einen tiefen Einblick in Inges Gedanken, Hoffnungen und Träume. Die Geschichte könnte man in zwei Teile teilen – zunächst die Zeit in Charkow, anschließend ihr italienisches Leben. In Charkow werden das Lazarett, die Vorgänge, die Probleme, die Verzweiflung und die Hoffnung sehr eindrücklich beschrieben, sodass man als Leser den Eindruck hat, dabei zu sein. Und auch in Italien spürt man den Sonnenschein auf der Haut, aber auch die Angst, die Wut und die Kraft der Menschen bleiben einem nicht verborgen.

Mir haben diese realistischen Schilderungen Inges‘ Leben besonders gut gefallen und so schwer es auch war, mit ihr im Lazarett zu operieren, so sehr konnte ich mich dann aber auch freuen, wenn sie jemanden retten konnte. An Preuss habe ich schon die ganze Zeit zu knapsen gehabt. Sollte sie ihm trauen? War es richtig, dass sie ihm nach Italien gefolgt ist? Ich war bis zum Ende unentschlossen, habe aber meine Antwort letztendlich aus unerwarteten Gründen gefunden …

Ich kann diesen Roman allen Lesern empfehlen, die sich für die medizinische Seite des Krieges interessieren. Was passierte hinter den Kulissen? Wie war so ein Lazarett strukturiert. Und dann – was für eine Beziehung herrschte zwischen Deutschland und Italien? Die Antworten auf diese Fragen findet ihr in dem Roman und es lohnt sich wirklich!

Lena

Der Roman beschäftigt sich immer wieder mit Klängen. Es geht um Krieg, Frieden und Freiheit. Aber kann man diese Gefühle hören? Und wo trifft man auf diese Geräusche? Kennt ihr sie? Wie stellt sie ihr euch vor? Teilt und das gerne mit, ich hatte vor dem Lesen dieses Buches auch andere Vorstellungen, als es dann war.

Antwortet uns auf diese Fragen und teilt uns bis Sonntag, den 28.11.2021 mit, was für Vorstellungen ihr im Kopf habt! Denn dann landet euer Name gleich im Lostopf für – ein Gewinnspiel! Ja genau, wir verlosen ein Exemplar! Also los, wir sind gespannt! 🙂

Ihr könnt diese ganze Woche noch Beiträge rund um diesen Roman auf folgenden Blogs finden: denkzeiten.com, fraugoetheliest.wordpress.com, tesbuecherblog.blogspot.de, spiegelseelen.blogspot.de, kunterbuntebuecherreisen.wordpress.com

Das Leben wie sie es liebten (Anni Bürkl, 2021, Edition Texte und Tee)

Das Leben wie sie es liebten (Anni Bürkl, 2021, Edition Texte und Tee)

„Das Leben wie sie es liebten“ ist der Auftakt zu drei Romanen über die bindende Kraft der Liebe im Leben dieser Frauen und ihrer Kinder – in einem Jahrhundert voll politischer Zerrissenheit.

1938 – Die junge Frau Loretta Patzak arbeitet in der Nervenheilanstalt ihres Vaters, ebenso wie ihr Mann Marek. Das Sanatorium befindet sich im sudetenländischen Reichenberg, das im zweiten Weltkrieg deutsch wird. Nach der Niederlage der Deutschen jedoch werden diese restlos aus dem Gebiet vertrieben und so verliert Loretta ihren geliebten tschechischen Mann aus den Augen …

1946 – Nach ihrer Vertreibung findet Loretta bei ihrer Tante Emmy in Wien Unterschlupf. Nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten arrangieren sich die beiden miteinander und nehmen, zunächst gezwungenermaßen, sowohl die stille Ingrid als auch die Haushälterin Paula, die vor ihrem Mann floh, mit ihrer Tochter bei sich auf. Vervollständigt wird das Grüppchen von der fröhlichen Briefträgerin Ursula, die sich mit Loretta anfreundet und häufig bei der kleinen Wohngemeinschaft ein- und ausgeht. Die fünf Frauen überleben gemeinsam, indem sie Essen, Erfahrungen und Sorgen teilen und immer zusammen Lösungen zu suchen finden.

Um endlich Marek wiederzufinden, wendet sich Loretta an den russischen Besatzer Major Artjom, für den Loretta Ingrids neuen, amerikanischen, Liebhaber bespitzeln soll. Auf dieser Suche nach Spuren ihres aus den Augen verlorenen Liebhabers findet Loretta allerdings nicht nur Antworten auf ihre eigentlichen Fragen, denn plötzliche kommen auch noch andere, eigentlich verschollene, Geheimnisse aus dem Sudetenland zu Tage …

Anni Bürkl lässt sich Geschichte zum einen im Wechsel von den verschiedenen Frauen erzählen, zum anderen wechselt sie aber auch zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit. Man könnte meinen, dass man als Leser dadurch einen kleinen Vorteil gegenüber den Protagonisten hat, da man die Personen und die Umstände ja einzeln kennenlernt, jedoch bleibt die frappierende Überraschung am Ende trotzdem nicht aus. Ich war begeistert und geschockt zugleich, den der Roman verdeutlicht zwar einerseits, was wahre Freundschaft bedeutet und wie wichtig diese sein kann, andererseits fiel es mir aber echt schwer zu fassen, was damals in Nervenheilanstalten, die unter der Führung der Nationalsozialisten liefen, passierte.

Die Autorin arbeitet ein wichtiges, grausames und schwer zu begreifendes Stück der deutschen Geschichte sehr greifbar in ihrem Roman auf und durch die literarisch recht leichte, intellektuell jedoch zentnerschwere Lektüre bekommt man einen wunderbaren Einblick in diesen Teil Geschichte. Ich habe den Roman verschlungen und kann ihn eigentlich jedem empfehlen! Vielleicht kennt jemand auch die Reihe von Melanie Metzenthin – „Im Lautlosen“ / „Im Stimmlosen“ … – ? Wenn ihr diese Bücher gerne gelesen habt, dann ist „Das Leben wie sie es liebten“ in jedem Fall auch etwas für euch!

Lena

Hättet ihr das Ende erahnt? Für mich war es irgendwie total unvorhersehbar …

Die Schnüfflerin – Handlungsorte (Anne von Vaszary; 2020; Knaur-Verlag)

Die Schnüfflerin – Handlungsorte (Anne von Vaszary; 2020; Knaur-Verlag)

Sie riecht etwas, was du nicht siehst …

Die von einem One-Night-Stand schwangere Nina wird in einem Restaurant beinahe zum Opfer eines Giftanschlags. Dank ihres plötzlich so ausgeprägten Geruchssinns probiert sie nicht von der Zwiebelsuppe, an der die anderen Gäste auf Grund von untergemischtem Zyankali sterben. Unter den um Luft ringenden Gästen ist auch der Vater ihres Kindes … Doch das soll nicht Ninas einzige Sorge bleiben. Denn als einzige Überlebende rückt sie in den Fokus der Ermittlungen. Ist sie ein Opfer? Oder die Täterin? Oder kann sie gezielt bei den Ermittlungen helfen? Um ihre Unschuld zu beweisen, macht sie sich auf den Weg durch Berlin und landet dabei an den verschiedensten Orten …

Mit Orten verbinden wir eine ganze Menge, das kann keiner leugnen. Die meisten Menschen haben einen Ort, den sie als ihr Zuhause bezeichnen würden, einen Ort, an den sie immer zurückkommen können. Jeder Ort ist verbunden mit Erinnerungen. Da gab es den ersten Kuss am Strand, den fürchterlichen Streit mit der besten Freundin im Park oder den wunderbaren Urlaub in Griechenland. Manche dieser Orte würde man meiden, andere jedoch immer wieder aufsuchen, nur um sich zu erinnern.

Auf ihrer Suche nach Beweisen für ihre Unschuld kommt Nina an vielen Orten vorbei. Sie lässt sich treiben von den Ermittlungen und von ihrer Nase, geht dort hin, wo sie eine bestimmte Erinnerung vermutet, sei es ihre eigene oder die eines möglichen Täters oder einer möglichen Täterin. Zu Beginn befindet sie sich jedoch im „Oscars“, dem französischen Restaurant, wo der Giftanschlag passiert. Ein recht vornehmer Ort mit den weißen Tischdecken und den Kerzen, wie Nina findet, nur vermisst die das Toilettenpapier auf den Sanitäranlagen, weswegen sie gezwungen ist, ein fremdes Taschentuch anzunehmen …

Einen bedeutenden Teil ihrer Zeit verbringt sie auch in ihrer Wohnung, naja, in der Wohnung ihrer Freundin, die nie dort ist. Charakteristisch ist leider der Rauchgeruch, da Nina vor kurzem dummerweise ihr Bett angezündet hat, die Geschichte dazu solltet ihr selber lesen. Ansonsten gibt es eine Küche, ein Wohnzimmer und zwei Schlafzimmer, wo sie in der Zeit, die sie sicherheitshalber Zuhause verbringen soll, viel Zeit zum Nachdenken hat und auf so einige schlaue Gedanken kommt …

Was wäre ein guter Krimi ohne verschiedene Fährten? So bleibt Nina nicht in Berlin, sondern folgt mit dem Kommissar einer heißen Spur bis nach Rügen an die Ostsee, um dort eine Pension von möglichen Tätern aufzusuchen. Ob sie dort erfolgreich waren? Irgendwas scheint sie wieder nach Berlin zu bringen, denn ein nächster bedeutender Ort ist die Eichstraße. In der Wohnung einer Frau, bei der der Vater ihres Kindes scheinbar eine geraume Zeit verbracht hat, stößt sie auf Spuren, die ihr bei der Ermittlung helfen könnten. Allerdings stößt sie nicht nur auf Spuren, ganz offensichtlich ist dort auch noch jemand außer ihr …

Über die letzten zwei Orte mag ich nicht so viel sagen, denn diese beiden halten noch eine Hand voll Überraschungen bereit. Aber sagen wir mal so: Die unscheinbarsten Orte und hässlichsten Tapeten in einem Kinderzimmer können einen ganz schön schnell ins Krankenhaus bringen …

Spannend, spannend … Nina auf ihrer Reise zu folgen hat mir sehr viel Spaß gemacht! Sie ist ein spannender Charakter und an jedem Ort haben sich wieder neue Hinweise oder Rätsel versteckt. Da gab es auch noch den Wald und den Coffee-shop … Wenn ihr wissen wollt, was es damit noch auf sich hat, dann rate ich euch unbedingt, den Krimi zu lesen! Es lohnt sich!

Wir verlosen auch ein Exemplar dieses Buches. Schaut dazu entweder auf unserem Instagram-Account vorbei und erfüllt dort die Teilnahmebedingungen oder schreibt uns unter diesen Beitrag eure persönliche Antwort auf die unten stehenden Fragen!

Lena

Dieser Beitrag ist Teil einer Themwoche zu besagtem Krimi. Weitere spannende Beitrage findet ihr auf folgenden Blogs: www.ricysreadingcorner.de www.lesendes-federvieh.de www.thefantasticworldofmine.de und www.leseengel.blogspot.com

Wenn ihr das Buch gelesen habt oder auch nur unsere Ausführung – welcher Ort hat es euch am meisten angetan? Und wo würde eure Nase euch hinführen, wenn ihr so ein ausgeprägtes Gespür hättet?

Die Charité (Ulrike Schweikert, 2018 / 19; Rowohlt-Verlag)

Die Charité (Ulrike Schweikert, 2018 / 19; Rowohlt-Verlag)

„Nur wer sich bewegt, spürt seine Fesseln.“ (Rosa Luxemburg)

Hoffnung und Schicksal

In Berlin fürchtet man sich 1831 sehr vor der Cholera. Der erste offizielle Fall wird auf einem Spreekahn identifiziert, wo ein Schiffer einen grausamen Tods erlebt. Die Ärzte in der Charité, unter ihnen ist auch ein Arzt namens Dieffenbach, haben alle Hände voll zu tun und suchen verzweifelt nach einem Heilmittel. Doch nicht nur die Männer kämpfen in diesen dunklen Zeiten, auch die Frauen haben ihre ganz eigenen Kämpfe auszufechten. So such die in einer Ehe gefangenen Gräfin Ludovica in den Gesprächen mit Doktor Dieffenbach Trost, die Hebamme Martha tut alles, um ihrem Sohn die bestmöglichste Zukunft zu bescheren und die junge Pflegerin Elisabeth verliebt sich nicht nur in der für sie nahezu unerreichbare Medizin, sondern verbotenerweise auch in einen jungen Arzt …

Aufbruch und Entscheidung

Im Jahr 1903 schafft es Rahel Hirsch, die erste Ärztin an der Charité zu werden. Sie ist eine leidenschaftliche und geschätzte Forscherin, wird von ihren männlichen Kollegen aber weitgehend nicht akzeptiert. So wie Rahel jeden Tag zu spüren bekommt, dass der Kampf um die Gleichberechtigung noch lange nicht ausgefochten ist, merkt auch Barbara, eine Wäscherin der Charité, dass Männer die Frauen weiterhin als ihren Besitz betrachten. Obwohl die beiden Frauen aus den verschiedensten gesellschaftlichen Schichten kommen, bildet sich eine Freundschaft, in der jeder seinen eigenen Kampf ficht: Rahel setzt sich in der Charité durch und versucht in ihrem zielstrebigen Alltag auch noch Platz für ihre Liebe zu einem jungen Fliegerpionier zu finden, und Barbara kämpf für die Rechte der Arbeiterinnen und das Frauenwahlrecht. Aber dann bricht der erste Weltkrieg aus und nicht nur das Leben der beiden Frauen wird grundlegend verändert …

Die beiden Romane erzählen vor allem von der Geschichte des wohl berühmtesten Krankenhauses in Deutschland. Die Erfolge und Tiefschläge werden eindrücklich beschrieben und die medizinischen Vorgänge werden einleuchtend, aber nicht zu kompliziert in die Geschichte eingebunden. Aber neben der Charité werden auch die Kämpfe der Frauen behandelt, zunächst, wie sie um die einfachsten Rechte wie die Arbeit kämpften und dann auch um das Wahlrecht und das Recht, in der Arbeit aufzusteigen. Im zweiten Roman wird außerdem sehr berührend geschildert, wie der Erste Weltkrieg Deutschland überrollte. Und wo es auf der einen Seite Kriegsbegeisterung gab, gab es auf der anderen Seite die bangenden und arbeitenden Frauen in der Heimat.

Ich habe beide Romane geliebt und verschlungen! Die Medizin interessiert mich sehr und obwohl ich es abschreckend fand, wie man im 19. Jahrhundert operiert hat, war ich begeistert von den Entdeckungen, die dann gemacht wurden. Toll fand ich, dass die Autorin viele reale Personen eingebracht hat. So fand man Paul Ehrlich und Robert Koch, aber auch die Protagonisten der Bücher, Rahel und Professor Dieffenbach gab es wirklich. Des Weiteren ist es Ulrike Schweikert bestens gelungen, den Kampf der Frauen in ihren Roman einzubinden.

Ich kann diesen Roman bedingungslos allen Lesern empfehlen, die ein bisschen wissenschaftlich und geschichtlich interessiert sind, wobei diese Bücher aber leicht zu lesen sind!

Lena

Welcher Roman hat euch mehr ergriffen? Und glaubt ihr, ihr hättet immer den Mut und die Kraft gehabt, so zu kämpfen, wie Martha, Elizabeth, Rahel und Barbara es getan haben? 😊

Die Wahrheit schmeckt nach Marzipan (Annie E. Lindner, 2021 – Franke-Verlag)

Die Wahrheit schmeckt nach Marzipan (Annie E. Lindner, 2021 – Franke-Verlag)

„Der, der loslassen muss, erfährt unerträglichen Schmerz. Davor hast du Angst. Aber für denjenigen, der geboren wird oder stirbt, ist es der Beginn eines neuen Abenteuers, der Übergang in eine neue Welt.“

Wie kann denn bitte ein Tagebuch bei tiefer Trauer helfen? Das fragt sich die 16-jährige Tally, die überraschend ihren Vater verloren hat. In ihrer Trauer isoliert sie sich zunehmend und gerade die Hilfe ihrer überforderten Mutter und der Therapeutin, die ihr empfiehlt, ihre Gefühle aufzuschreiben, kann sie überhaupt nicht gebrauchen.

Eines Tages lernt Tally die alte Frau Möller kennen, die mit einem Papageien zusammenlebt und eine große Vorliebe für Marzipan hat. Diese lädt Tally zum Tee ein, wo dem Mädchen ein Foto von Frau Möllers in den Krieg gezogenen Onkel in die Hände fällt, das sie irgendwie doch zum Schreiben inspiriert. Und dann gibt es ja auch noch Sanna, Tallys beste Freundin, die sich von „der neuen Tally“ keineswegs zurückweisen lässt und Mr Wow, der Tally irgendwie nicht mehr aus dem Kopf geht. Blöderweise sind aber alle beiden Christen und mit der Religion kann Tally gar nichts anfangen und auf entsprechende Ratschläge konnte sie bis jetzt immer bestens verzichten …

Liebe, Trauer, Mut, Angst, Freude, Wut, Verzweiflung und Hoffnung – all diese Gefühle sind in dem Roman vereint. Annie E. Lindner hat einen durch und durch aufwühlenden und zum Nachdenken anregenden Roman geschrieben, den ich mehrfach aus der Hand legen musste, weil ich mir die gleichen Fragen gestellt habe, mit denen Tally konfrontiert wurde. Gibt es so etwas wie Macht über Leben und Tod? Ist die schlechte Wahrheit wirklich besser als die gute Lüge? Und was ist meine eigene Wahrheit?

Dadurch, dass sich die Handlung größtenteils zwischen der nicht-religiösen Tally und ihren religiösen Mitmenschen und Freunden abspielt, wird der christliche Glaube bis auf seine Grundzüge kritisch hinterfragt. Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich beide Parteien immer verstehen konnte und meine Meinung doch ein bisschen verändert habe. Ich bin beeindruckt von der Ernsthaftigkeit, die in einem scheinbar einfachen Großstadtleben einer 16-jährigen auftreten kann und ich bin inspiriert, mich mit verschiedenen angesprochenen Themen intensiver auseinanderzusetzen.

Ich kann den Roman allen empfehlen, die sich mal auf eine Reise zu sich selbst begeben wollen und vielleicht ein ähnliches Schicksal wie Tally durchlebt haben. Viel Spaß beim Lesen!

Lena

Könnt ihr Tally Reaktion nach dem Öffnen des Briefes ihres Vaters nachvollziehen? Und was habt ihr gedacht, was für eine Geschichte hinter dem Foto von Frau Möllers Onkel steckt? Schreibt es in die Kommentare! 😊

Klaras Schweigen (Bettina Storks, 2021 – Diana Verlag)

Klaras Schweigen (Bettina Storks, 2021 – Diana Verlag)

„Alles bleibt ein Teil von uns.“

Liebe, Hass, Unterdrückung und Mut – all das hat die 90-jährige Freiburgerin Klara Schilling im und nach dem Krieg durchlebt. Nach einem Schlaganfall findet sie nur schwer ihre Sprache wieder und die ersten Worte, die ihr über die Lippen kommen, sind ausgerechnet Französisch. Eine Sprache, von der ihre Enkelin Miriam dachte, dass Klara diese niemals erlernt hätte.

Miriam ist Mitte vierzig und wurde von ihren Großeltern großgezogen, da ihre Eltern bei einem Autounfall tödlich verunglückt sind. Sie unterrichtet an der Universität in Freiburg Literatur und pflegt ein sehr enges Verhältnis zu ihrer Großmutter und ihrer Großtante Lotte, der jüngeren Schwester von Klara. Miriam freut sich sehr, als ihre Großmutter wieder zu sprechen beginnt, wundert sich jedoch zum einen über die Sprache und zum anderen darüber, dass Klara einen französischen Namen, Pascal, immer wiederholt. Da sie weder von Klara noch von Lotte Informationen erhält und bei letzterer durchaus auf Ablehnung stößt, beginnt sie selber nachzuforschen. Unterstützt wird sie dabei von ihrer besten Freundin Pia, die sie auf eine Reise zu sich selbst und ihrer Familiengeschichte schickt, bei der es sie auch ins entfernte Saint Malo führt …

Der Roman spielt zum einen Teil in der Gegenwart (2018), zum anderen Teil aber auch in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg. Abwechselnd taucht der Leser in Miriams Suche nach Antworten und in Klaras Vergangenheit ein, wobei sich mit der Zeit Fragen, Probleme und Antworten auftun. Beim Lesen wird man in die Probleme der Nachkriegszeit eingeführt und zusammen mit Miriam erfährt man, zu was die Menschen aus gesellschaftlichen Gründen zum Teil gezwungen waren und wie sich das auf Familien ausgewirkt hat.

Ich persönlich habe beim Lesen die unterschiedlichsten Gefühle gespürt. Manchmal habe ich es gehasst, wie sich die Charaktere verhalten haben, mal gezwungenermaßen, mal auch aus freien Stücken. Aber dann habe ich auch geliebt, wie stark die Frauen aus ihren Problemen hervorgegangen sind, wie sie sich gegenseitig unter die Arme gegriffen haben und für das wirklich Wichtige gekämpft haben. Bettina Storks hat es geschafft, mich zum Weinen, zum Lachen, zum Verzweifeln und zum Lieben zu bringen und das Leseerlebnis war großartig! Gerade am Ende war ich überwältigt von meinen Gefühlen, denn ich habe das Buch mit einem weinenden und einem lachenden Auge beendet und der Kern der Geschichte geht mir noch lange nach dem Lesen nicht aus dem Kopf.

Ich empfehle diesen Roman grundsätzlich allen! Aber vor allem diejenigen, die historisch interessiert sind und selber gerne miträtseln werden ihn lieben, es ist einfach eine schöne Geschichte, die einen berührenden Touch zur Wahrheit hat.

Lena

Was hättet ihr an Klaras Stelle gemacht, als sie plötzlich ganz allein dastand? Und wie glaubt ihr, hättet ihr reagiert, wenn ihr den Brief von Miriams Großvater gefunden hättet? Schreibt es in die Kommentare! 😊

Weitere Bücher von Bettina Storks: Leas Spuren (Bettina Storks; 2019 – Diana-Verlag), Das geheime Lächeln (Bettina Storks; 2018; Diana-Verlag)