Die Klänge der Freiheit (Tara Haigh, November 2021, Tinte & Feder)

Die Klänge der Freiheit (Tara Haigh, November 2021, Tinte & Feder)

Wie klingt Krieg? Wie klingt Frieden? Und wie klingt Freiheit?

Die junge Frau Inge aus Nürnberg tritt 1943 ihren Dienst als Schwester des Deutschen Roten Kreuzes im Dienst der Wehrmacht zum Missfallen ihres Vaters an. Entgegen ihrem Wunsche, nach Nordafrika versetzt zu werden, muss sie in das Lazarett in Charkow, ein Ort, der an der Ostfront von Deutschen und Russen umkämpft wird. Die passionierte Geigenspielerin kämpft dort Tag und Nacht für das Leben der Soldaten und lernt die Grausamkeit des Krieges mit aller Härte kennen. Nach einiger Zeit eröffnet ihr der deutsche Offizier Preuss die Möglichkeit, mit ihm nach Italien zur Abtei Montecassino zu gehen und Inge ergreift die Chance, dem Kriegslazarett zu entkommen. Doch sie ist sich nicht ganz sicher, inwiefern sie Preuss, der offen um sie wirbt, trauen kann, denn obwohl er ein Kunstkenner ist und ihr Geigenspiel zu schätzen weiß, ist er Nationalsozialist und sein einiges Ziel ist der Endsieg.

Inge muss sich entscheiden. Kann sie dem Offizier, der ihr eventuell das Leben gerettet hat, trauen? Entscheidungen über Entscheidungen zwischen Liebe und Verrat und Zukunft und Vergangenheit …

Der Roman ist aus der Sicht von Inge erzählt, jedoch ist nicht sie es, die spricht. Man bekommt als Leser so aber einen tiefen Einblick in Inges Gedanken, Hoffnungen und Träume. Die Geschichte könnte man in zwei Teile teilen – zunächst die Zeit in Charkow, anschließend ihr italienisches Leben. In Charkow werden das Lazarett, die Vorgänge, die Probleme, die Verzweiflung und die Hoffnung sehr eindrücklich beschrieben, sodass man als Leser den Eindruck hat, dabei zu sein. Und auch in Italien spürt man den Sonnenschein auf der Haut, aber auch die Angst, die Wut und die Kraft der Menschen bleiben einem nicht verborgen.

Mir haben diese realistischen Schilderungen Inges‘ Leben besonders gut gefallen und so schwer es auch war, mit ihr im Lazarett zu operieren, so sehr konnte ich mich dann aber auch freuen, wenn sie jemanden retten konnte. An Preuss habe ich schon die ganze Zeit zu knapsen gehabt. Sollte sie ihm trauen? War es richtig, dass sie ihm nach Italien gefolgt ist? Ich war bis zum Ende unentschlossen, habe aber meine Antwort letztendlich aus unerwarteten Gründen gefunden …

Ich kann diesen Roman allen Lesern empfehlen, die sich für die medizinische Seite des Krieges interessieren. Was passierte hinter den Kulissen? Wie war so ein Lazarett strukturiert. Und dann – was für eine Beziehung herrschte zwischen Deutschland und Italien? Die Antworten auf diese Fragen findet ihr in dem Roman und es lohnt sich wirklich!

Lena

Der Roman beschäftigt sich immer wieder mit Klängen. Es geht um Krieg, Frieden und Freiheit. Aber kann man diese Gefühle hören? Und wo trifft man auf diese Geräusche? Kennt ihr sie? Wie stellt sie ihr euch vor? Teilt und das gerne mit, ich hatte vor dem Lesen dieses Buches auch andere Vorstellungen, als es dann war.

Antwortet uns auf diese Fragen und teilt uns bis Sonntag, den 28.11.2021 mit, was für Vorstellungen ihr im Kopf habt! Denn dann landet euer Name gleich im Lostopf für – ein Gewinnspiel! Ja genau, wir verlosen ein Exemplar! Also los, wir sind gespannt! 🙂

Ihr könnt diese ganze Woche noch Beiträge rund um diesen Roman auf folgenden Blogs finden: denkzeiten.com, fraugoetheliest.wordpress.com, tesbuecherblog.blogspot.de, spiegelseelen.blogspot.de, kunterbuntebuecherreisen.wordpress.com

Am Ende sterben wir sowieso (Adam Silvera, 2017, Atrium Verlag AG)

Am Ende sterben wir sowieso (Adam Silvera, 2017, Atrium Verlag AG)

„Und dann weint er schließlich, […] weil das größte Verbrechen heute Nacht war, dass er seinen besten Freund nicht zum Abschied umarmen konnte.“ (Malcolm in „Am Ende sterben wir sowieso“)

Hat sich nicht jeder schon einmal Gedanken darüber gemacht, ob es erstrebenswert wäre zu wissen, wann und wie man stirbt? Würden wir anders leben, wenn wir wüssten, dass unser Leben wirklich jeden Moment zu Ende sein könnte? Und würden wir uns bereit fühlen?

Mateo und Rufus wissen, wann sie sterben. Denn am 5. September bekommen die beiden einen Anruf von dem Todesboten, dass sie keine 24 Stunden mehr zu leben haben. Das ist nichts Ungewöhnliches, denn jeden Tag sterben Menschen, die vorher vom Todesboten informiert wurden, aber Rufus und Mateo sind erst 17 und 18 Jahre alt und alles andere als bereit zu sterben. Die beiden wissen, dass der Tod nicht zu stoppen ist und beschließen aus unterschiedlichen Gründen, ihren letzten Tag auf der Erde mit einem letzten Freund zu verbringen. An diesem einen Tag haben sie beide noch ein ganzes Leben vor sich und so einiges zu erledigen und zu verarbeiten, bevor sie sich für immer verabschieden müssen …

Rufus und Mateo beschreiben im Wechsel deren letzten Tag, zwischendurch haben aber auch mal andere Personen, die irgendwie eine Rolle in deren Leben spielen, etwas zu sagen. Der Leser begleitet die beiden Jungs einen Tag lang durch ihre Stadt und lernet die beiden durch die Berichte und durch die Augen des jeweils anderen erst richtig kennen. Adam Silvera kennt in diesem Fall echt keine Gnade und bringt den Leser hoffnungslos zum Weinen. Das Schwierigste beim Lesen ist, dass man die ganze Zeit eine Ahnung hat, wie es ausgeht und damit mit den beiden Jungs einen Haufen letzter Male und Abschiede erlebt, aber die Hoffnung, dass doch noch alles gut wird, bleibt.

Ein harter Brocken, ich würde fast sagen, Granit. So viele Tränen habe ich bei noch keinem Buch vergossen und das auch einfach mal zwischendurch, weil es den Leser zutiefst berührt, was Rufus und Mateo an nur einem Tag erleben und lernen. Sie lernen an einem Tag mehr über sich und das Leben als es andere Menschen in einem ganzen Leben tun.

Ich fand das Buch großartig. Das mag vielleicht bis hierhin noch nicht so klingen, aber es ist eine Lektüre, die einen über so viele Dinge nachdenken lässt und den Leser auch zwingt, sich mit dem Tod zu beschäftigen. Was würde ich machen, wenn ich erfahren würde, dass ich heute sterben werde? Wen würde ich bei mir haben wollen? Würde ich drüber sprechen? Was würde ich zu einer geliebten Person sagen, wenn ich wüsste, dass sie sterben würde? Und wäre ich bereit? Diese Fragen und noch viele mehr sind mir beim Lesen durch den Kopf gegangen und sie tun es auch jetzt noch. Aber ich fühle mich noch nicht bereit zu gehen und das Buch hat mich gelehrt, dass man, wie schon James Dean sagte, jeden Tag leben soll, als wäre es unser letzter. Plötzlich werden Kleinigkeiten wichtig, die man vorher als selbstverständlich betrachtet hat und die Augen werden offener, der Geist wacher.

Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen! Es ist zugleich eine wunderschöne und super traurige Geschichte, aber man setzt sich mal mit einem Thema auseinander, das man sonst, gerade in seinen jungen Jahren, gerne mal zur Seite schiebt.

Lena

Denkt mal über die Fragen nach und wenn ihr eine Antwort für euch gefunden habt, teilt sie uns gerne mit. Dann erfahrt ihr vielleicht auch, was wir an unserem letzten Tag auf Erden noch machen wollen würden …

Save me (Mona Kasten, 2018 – Lyx)

Save me (Mona Kasten, 2018 – Lyx)

Save you (Band 2) – Save us (Band 3)

Ihr größter Traum ist ein Studium in Oxford. Deshalb will sie sich in diesem Jahr mehr denn je auf die Schule konzentrieren. Kein Platz für Partys, Alkohol oder Jungs. Schließlich sind die Studienplätze in Oxford heiß umkämpft.

Für ihn ist Oxford eher ein Albtraum. Klar ist es toll, dort zu studieren, aber dieses Schuljahr ist sein letztes in Freiheit, bevor es ernst wird. Kein Platz für langweiligen Schulkram – er will Spaß haben. 

Ruby geht seit zwei Jahren auf das Maxton-Hall-College – eine Privatschule in England. Eigentlich könnten ihre Eltern sich das gar nicht leisten, aber Ruby hat ein Stipendium bekommen. In dieser glamourösen Umgebung mit Schülern, denen Geld und Macht das Allerwichtigste sind, ist es ihr bisher gar nicht so schwer gefallen, quasi unsichtbar zu sein. Sie bevorzugt es, nicht im Mittelpunkt zu stehen. Lieber zieht sie die Fäden hinter den Kulissen – im Veranstaltungskomitee, das sie gemeinsam mit ihrer Freundin Lynn leitet. 

Eigentlich sollte alles genau so bleiben, wie es ist, aber dann erwischt Ruby eine Schülerin mit ihrem Geschichtslehrer. Leider nicht irgendeine Schülerin, sondern Lydia Beaufort – die Tochter der beiden bekanntesten Modeunternehmer in ganz England. Dieses Geheimnis könnte den Ruf der ganzen Familie zerstören. Ruby möchte eigentlich nichts lieber, als die ganze Sache zu vergessen. Doch am nächsten Tag steht James Beaufort – Lydias Zwillingsbruder – vor ihr und will sie mit einem Bündel Geldscheinen zum Schweigen bringen. Ruby will weder sein Geld noch die Aufmerksamkeit, die alleine durch dieses kurze Gespräch auf sie gelenkt wurde. 

Kurzerhand entschließt sie sich, diesen arroganten Schnösel zu ignorieren. Das ist allerdings gar nicht mehr so einfach, als dieser nach einem seiner Streiche dazu verdonnert wird, im Veranstaltungskomitee mitzuarbeiten …

In dem Roman und auch in den Folgebänden sprühen Funken in alle Richtungen. Nicht nur die Liebesgeschichte zwischen Ruby und James ist in diesen Büchern von einem Auf und Ab voller Geheimnisse, Lügen, Intrigen, aber auch Freundschaft und Hoffnung geprägt. Kann Rubys Leben am College wieder ganz normal werden? Oder spielt sie für einige Menschen doch eine größere Rolle, als sie wahrhaben möchte?

Mir hat diese Buchreihe unglaublich gut gefallen! Besonders, dass sie mal aus Rubys und mal aus James‘ Perspektive geschrieben ist. In den Folgebänden kommen auch noch Rubys Schwester Amber und James‘ Schwester Lydia als Erzählerinnen dazu. Durch Mona Kastens lebhaften Schreibstil kann man die legendären Maxton-Hall-Partys quasi vor sich sehen. Auch die prunkhafte Schule kann man Seite an Seite mit Ruby durchqueren. Die Geschichte zeigt auch, wie wichtig Freunde und Geschwister sind. Eine eindeutige Empfehlung für alle – allerdings könnte es zwischendrin auch etwas kitschig werden…

Majlis

Würdet ihr gerne auf eine Privatschule wie die Maxton-Hall gehen? 

Sternflüstern (Paula Carlin, 2021, Diedrichs-Verlag)

Sternflüstern (Paula Carlin, 2021, Diedrichs-Verlag)

„Sternflüstern! Dieses Leuchten, das sich wie eine Berührung auf alles  legte, das geheimnisvolle, leise Knistern, das von der freudigen Aufregung sprach, die wir spürten, weil wir am Leben sein durften, in diesem Sommer, an diesem Tag, in diesem Garten, zwischen allem, das so groß war: dem himmelsstürmenden Gelb der Sonnenblumen, dem trotzigen Grün des Klees mitten im verdorrten Rasen, dem Duft des Schmetterlingsflieders, dem bodenlosen Blau der Trichterwinden, dem plötzlichen Flöten der Amsel, der wir mit dem Regenschauer aus dem Schlauch ein Geschenk gemacht hatten.“ (Irith über das Sternflüstern)

Sternflüstern, kennt ihr es? Der gleichnamige Roman handelt von einem Neuanfang, von einer neuen Orientierung an einer Weggabelung des Lebens. Die 56-jährige Irith versucht ihre Trauer über den Tod ihres Freundes Lunis zu überwinden, indem sie weiter im Hotel arbeitet und sich irgendwie durch das Leben kämpft. Dabei trifft sie auf die 20 Jahre jüngere Sophie, die zunächst nicht viel von sich preisgibt, aber auch sie hat etwas zu verarbeiten. So schließen sich die beiden Frauen zusammen und vereinen ihre kreativen Talente in einem gemeinsamen Projekt, einem großen Mosaik des Lebens. Allerdings hat Irith einer ihr unbekannten Alix noch ein Päckchen von Lunis zu übergeben, das in ihrem Schrank verstaubt. Zusammen mit Sophie rafft sie sich auf, diese ominöse Alix zu finden. Bei ihrer Begegnung stellt sich heraus, dass auch Alix etwas zu erzählen hat, nur was? Und was verbindet diese drei Frauen?

Sie stehen alle an einem Scheideweg und müssen sich neu orientieren? Doch können sie in ihrem alten Leben wieder Fuß fassen? Oder trauen sie sich nochmal einen Neuanfang zu?

Der Roman beschreibt auf eine sehr eindrucksvolle Art und Weise, wie heilsam es sein kann, sich von seinem alten Leben zu lösen und mal einen Schnitt zu machen und an einer Weggabelung abzubiegen, anstatt geradeaus weiterzugehen. Die Begegnung der Frauen wird aus der Sicht von Alix beschrieben, jedoch wird die Beschreibung immer wieder unterbrochen durch Rückblenden in ihre Zeit mit Lunis, sodass er in der gesamten Geschichte präsent ist. Es ist auch er, der den Leser mit Sätzen wie „Kneifen gilt nicht. Du musst immer wieder über deine Grenzen gehen, sonst betrügst du dich um deine Möglichkeiten.“ oder „Nur die Gegenwart ist wichtig. Nur die Gegenwart ist Leben.“ immer wieder zum Nachdenken anregt.

Mir hat das Buch unglaublich gut gefallen. Ich brauchte ungefähr 50 Seiten, um in die Geschichte einzutauchen, da es ein sehr eigener Erzählstil ist, der vor allem beschreibt. Für den ein oder anderen mag es dadurch ein wenig anstrengend zu lesen sein, da man sich sehr viel vorstellen muss. Aber sobald man einmal in der Welt drin ist, ist sie so farbenfroh und detailreich wie keine andere und es macht sehr viel Spaß, das Haus des Fuchses durch die Augen von Alix zu entdecken …

Vielleicht gibt es ja jemanden von euch, der gerade auch an einer Weggabelung des Lebens steht und noch nicht so recht weiß, ob er rechts oder links abbiegen soll. Euch kann ich dieses Roman wärmstens empfehlen, denn ob er euch nun hilft oder nicht, er erweitert euren Horizont um Farben und Formen, die euch vielleicht noch nicht immer präsent waren …

Lena

Kennt ihr das Sternflüstern? Wie ist es bei euch aufgetreten?

Das Leben wie sie es liebten (Anni Bürkl, 2021, Edition Texte und Tee)

Das Leben wie sie es liebten (Anni Bürkl, 2021, Edition Texte und Tee)

„Das Leben wie sie es liebten“ ist der Auftakt zu drei Romanen über die bindende Kraft der Liebe im Leben dieser Frauen und ihrer Kinder – in einem Jahrhundert voll politischer Zerrissenheit.

1938 – Die junge Frau Loretta Patzak arbeitet in der Nervenheilanstalt ihres Vaters, ebenso wie ihr Mann Marek. Das Sanatorium befindet sich im sudetenländischen Reichenberg, das im zweiten Weltkrieg deutsch wird. Nach der Niederlage der Deutschen jedoch werden diese restlos aus dem Gebiet vertrieben und so verliert Loretta ihren geliebten tschechischen Mann aus den Augen …

1946 – Nach ihrer Vertreibung findet Loretta bei ihrer Tante Emmy in Wien Unterschlupf. Nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten arrangieren sich die beiden miteinander und nehmen, zunächst gezwungenermaßen, sowohl die stille Ingrid als auch die Haushälterin Paula, die vor ihrem Mann floh, mit ihrer Tochter bei sich auf. Vervollständigt wird das Grüppchen von der fröhlichen Briefträgerin Ursula, die sich mit Loretta anfreundet und häufig bei der kleinen Wohngemeinschaft ein- und ausgeht. Die fünf Frauen überleben gemeinsam, indem sie Essen, Erfahrungen und Sorgen teilen und immer zusammen Lösungen zu suchen finden.

Um endlich Marek wiederzufinden, wendet sich Loretta an den russischen Besatzer Major Artjom, für den Loretta Ingrids neuen, amerikanischen, Liebhaber bespitzeln soll. Auf dieser Suche nach Spuren ihres aus den Augen verlorenen Liebhabers findet Loretta allerdings nicht nur Antworten auf ihre eigentlichen Fragen, denn plötzliche kommen auch noch andere, eigentlich verschollene, Geheimnisse aus dem Sudetenland zu Tage …

Anni Bürkl lässt sich Geschichte zum einen im Wechsel von den verschiedenen Frauen erzählen, zum anderen wechselt sie aber auch zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit. Man könnte meinen, dass man als Leser dadurch einen kleinen Vorteil gegenüber den Protagonisten hat, da man die Personen und die Umstände ja einzeln kennenlernt, jedoch bleibt die frappierende Überraschung am Ende trotzdem nicht aus. Ich war begeistert und geschockt zugleich, den der Roman verdeutlicht zwar einerseits, was wahre Freundschaft bedeutet und wie wichtig diese sein kann, andererseits fiel es mir aber echt schwer zu fassen, was damals in Nervenheilanstalten, die unter der Führung der Nationalsozialisten liefen, passierte.

Die Autorin arbeitet ein wichtiges, grausames und schwer zu begreifendes Stück der deutschen Geschichte sehr greifbar in ihrem Roman auf und durch die literarisch recht leichte, intellektuell jedoch zentnerschwere Lektüre bekommt man einen wunderbaren Einblick in diesen Teil Geschichte. Ich habe den Roman verschlungen und kann ihn eigentlich jedem empfehlen! Vielleicht kennt jemand auch die Reihe von Melanie Metzenthin – „Im Lautlosen“ / „Im Stimmlosen“ … – ? Wenn ihr diese Bücher gerne gelesen habt, dann ist „Das Leben wie sie es liebten“ in jedem Fall auch etwas für euch!

Lena

Hättet ihr das Ende erahnt? Für mich war es irgendwie total unvorhersehbar …

Ein ganzes halbes Jahr (Jojo Moyes, 2015, Rowohlt-Verlag)

Ein ganzes halbes Jahr (Jojo Moyes, 2015, Rowohlt-Verlag)

„Wieso hast du das Recht, mein Leben zu zerstören, und ich darf bei deinem nicht mitreden?“ (Lou in „Ein ganzes halbes Jahr“)

Louisa Clark ist 26 Jahre alt und wohnt zusammen mit ihren Eltern, ihrem Großvater und gelegentlich ihrer Schwester (inklusive deren Sohn) in einem kleinen Haus in Stordford unterhalb der Burg. Sie hat einen Freund, Patrick und arbeitet in einem kleinen Café, um ihre Familie finanziell zu unterstützen. Bekannt ist sie für ihren etwas eigenen Modestil, sie trägt gerne auffällige Farben und Second-Hand Kleidung. Louisa führt ein ruhiges Leben, in dem sie so weit eine Zukunft haben könnte. Doch eines Tages verkündet ihr Chef ihr, dass das Café schließen muss und sie ist schneller ihren Job los als sie gucken kann.

Louisa braucht also schnellstens einen neuen Job, da es ihrer ja so intelligenten Schwester unmöglich ist, der Familie zu helfen. Da es aber quasi keine Jobs in ihrer Umgebung gibt, ist sie gezwungen, einen Pflegejob im Grant House auf der anderen Seite der Burg anzunehmen.

So trifft Louisa auf Will. Will Trainor, Anfang dreißig, war einst ein erfolgreicher Unternehmer. Doch nach einem Unfall hat ihn eine fast vollständige Lähmung in den Rollstuhl verbannt. Er ist Tetraplegiker und weiß, dass sein Leben nie mehr so wird wie früher einmal. Aber ihm ist auch bewusst, dass er dieses Leben unter keinen Umständen führen will. Lou soll ihm im Alltag helfen, klar, wenn man weder Hände noch Füße noch sonst irgendwas bewegen kann wird es alleine auch schwierig. Aber ist das wirklich ihr einziger Job? Und warum geht ihr Arbeitsvertrag nur sechs Monate lang? Kann Louisa es schaffen, Will zu zeigen, wie schön das Leben sein kann? Kann sie ihm sein Leben wieder lebenswert machen?

Oh meine Güte, dieser Roman ist so lustig und traurig, schön und grausam, abstoßend und zum Verlieben – es ist die volle Portion an Gefühlen. Jojo Moyes hat ein wunderbares Werk verfasst, in dem sie den Wert des Lebens wunderbar hervorhebt. Louisa ist ein Mensch, den jeder von uns in seinem Leben gebrauchen könnte – immer lebensfroh und nie unterzukriegen (auch wenn sie von sich selbst etwas anderes denkt). Ich bewundere sie und denke mir jetzt so manches Mal, dass ich auch gerne ein bisschen so wäre wie sie.

Dieser Roman hat mir aber auch die Augen geöffnet. Wie kann es sein, dass sich ein Tetraplegiker nichts mehr wünscht als zu sterben? Was macht unsere Gesellschaft falsch? Diese Fragen habe ich mir beim Lesen gestellt und nicht selten habe ich Muster aus meinen Erfahrungen wiedererkannt. Es muss nicht ausschließlich Louisas auf unserer Erde geben, aber ein kleiner Hauch ihrer würde niemandem schaden – und dabei spreche ich von Kleinigkeiten, wie zum Beispiel, dass man sich über nichts mehr freut als über eine … – lest den Roman selber, es lohnt sich! Dass man echt etwas mitnimmt, merkt man kaum, denn es ist auch einfach nur lustig zwischendurch.

Ich habe den Roman als Hörbuch gehört und kann auch diese Fassung total empfehlen! Er wird gelesen von Luise Helm und es ist genial, wirklich! Und was noch genialer ist – es gibt noch einen zweiten und einen dritten Band! 😊

Lena

Und? Über was hat sich Louisa zu ihrem Geburtstag so gefreut? Und wie dachtet ihr, dass die Geschichte ausgeht?

Die Schnüfflerin – Handlungsorte (Anne von Vaszary; 2020; Knaur-Verlag)

Die Schnüfflerin – Handlungsorte (Anne von Vaszary; 2020; Knaur-Verlag)

Sie riecht etwas, was du nicht siehst …

Die von einem One-Night-Stand schwangere Nina wird in einem Restaurant beinahe zum Opfer eines Giftanschlags. Dank ihres plötzlich so ausgeprägten Geruchssinns probiert sie nicht von der Zwiebelsuppe, an der die anderen Gäste auf Grund von untergemischtem Zyankali sterben. Unter den um Luft ringenden Gästen ist auch der Vater ihres Kindes … Doch das soll nicht Ninas einzige Sorge bleiben. Denn als einzige Überlebende rückt sie in den Fokus der Ermittlungen. Ist sie ein Opfer? Oder die Täterin? Oder kann sie gezielt bei den Ermittlungen helfen? Um ihre Unschuld zu beweisen, macht sie sich auf den Weg durch Berlin und landet dabei an den verschiedensten Orten …

Mit Orten verbinden wir eine ganze Menge, das kann keiner leugnen. Die meisten Menschen haben einen Ort, den sie als ihr Zuhause bezeichnen würden, einen Ort, an den sie immer zurückkommen können. Jeder Ort ist verbunden mit Erinnerungen. Da gab es den ersten Kuss am Strand, den fürchterlichen Streit mit der besten Freundin im Park oder den wunderbaren Urlaub in Griechenland. Manche dieser Orte würde man meiden, andere jedoch immer wieder aufsuchen, nur um sich zu erinnern.

Auf ihrer Suche nach Beweisen für ihre Unschuld kommt Nina an vielen Orten vorbei. Sie lässt sich treiben von den Ermittlungen und von ihrer Nase, geht dort hin, wo sie eine bestimmte Erinnerung vermutet, sei es ihre eigene oder die eines möglichen Täters oder einer möglichen Täterin. Zu Beginn befindet sie sich jedoch im „Oscars“, dem französischen Restaurant, wo der Giftanschlag passiert. Ein recht vornehmer Ort mit den weißen Tischdecken und den Kerzen, wie Nina findet, nur vermisst die das Toilettenpapier auf den Sanitäranlagen, weswegen sie gezwungen ist, ein fremdes Taschentuch anzunehmen …

Einen bedeutenden Teil ihrer Zeit verbringt sie auch in ihrer Wohnung, naja, in der Wohnung ihrer Freundin, die nie dort ist. Charakteristisch ist leider der Rauchgeruch, da Nina vor kurzem dummerweise ihr Bett angezündet hat, die Geschichte dazu solltet ihr selber lesen. Ansonsten gibt es eine Küche, ein Wohnzimmer und zwei Schlafzimmer, wo sie in der Zeit, die sie sicherheitshalber Zuhause verbringen soll, viel Zeit zum Nachdenken hat und auf so einige schlaue Gedanken kommt …

Was wäre ein guter Krimi ohne verschiedene Fährten? So bleibt Nina nicht in Berlin, sondern folgt mit dem Kommissar einer heißen Spur bis nach Rügen an die Ostsee, um dort eine Pension von möglichen Tätern aufzusuchen. Ob sie dort erfolgreich waren? Irgendwas scheint sie wieder nach Berlin zu bringen, denn ein nächster bedeutender Ort ist die Eichstraße. In der Wohnung einer Frau, bei der der Vater ihres Kindes scheinbar eine geraume Zeit verbracht hat, stößt sie auf Spuren, die ihr bei der Ermittlung helfen könnten. Allerdings stößt sie nicht nur auf Spuren, ganz offensichtlich ist dort auch noch jemand außer ihr …

Über die letzten zwei Orte mag ich nicht so viel sagen, denn diese beiden halten noch eine Hand voll Überraschungen bereit. Aber sagen wir mal so: Die unscheinbarsten Orte und hässlichsten Tapeten in einem Kinderzimmer können einen ganz schön schnell ins Krankenhaus bringen …

Spannend, spannend … Nina auf ihrer Reise zu folgen hat mir sehr viel Spaß gemacht! Sie ist ein spannender Charakter und an jedem Ort haben sich wieder neue Hinweise oder Rätsel versteckt. Da gab es auch noch den Wald und den Coffee-shop … Wenn ihr wissen wollt, was es damit noch auf sich hat, dann rate ich euch unbedingt, den Krimi zu lesen! Es lohnt sich!

Wir verlosen auch ein Exemplar dieses Buches. Schaut dazu entweder auf unserem Instagram-Account vorbei und erfüllt dort die Teilnahmebedingungen oder schreibt uns unter diesen Beitrag eure persönliche Antwort auf die unten stehenden Fragen!

Lena

Dieser Beitrag ist Teil einer Themwoche zu besagtem Krimi. Weitere spannende Beitrage findet ihr auf folgenden Blogs: www.ricysreadingcorner.de www.lesendes-federvieh.de www.thefantasticworldofmine.de und www.leseengel.blogspot.com

Wenn ihr das Buch gelesen habt oder auch nur unsere Ausführung – welcher Ort hat es euch am meisten angetan? Und wo würde eure Nase euch hinführen, wenn ihr so ein ausgeprägtes Gespür hättet?

The Hate U Give (Angie Thomas; 2017 – cbt)

The Hate U Give (Angie Thomas; 2017 – cbt)

“THUG LIFE – The Hate U Give Little Infants F*ck Everybody” – Diese Zeile des Rappers 2pac hören Starr und ihr bester Freund Khali kurz bevor sie im Auto von der Polizei gestoppt werden. Ein Moment, der alles verändert.

Starr lebt in einem Vorstadtghetto in den USA. Obwohl ihr Leben zunächst unbeschwert erscheint – sie hat zwei Brüder, ihre Mutter ist Ärztin und ihr Vater besitzt einen Laden – ist ihr Alltag ganz schön tough. Drogenhandel, Gang-Kämpfe oder Unruhen sind ein fester Bestandteil ihrer täglichen Erfahrungen. Entsprechend abgehärtet verhält sie sich in ihrem Heimatviertel.

Allerdings hat Starr auch eine ganz andere Seite: Die Williamson-Starr. Die Williamson ist die fast ausschließlich weiße Privatschule, auf die ihre Eltern sie schicken, da die Ausbildung an einer Schule in ihrem Viertel nichts wert sei. Zusammen mit ihren Freundinnen Maya und Hailey und ihrem festen Freund Chris verhält sie sich höflicher, weniger aufbrausend und „weißer“, wie sie es nennt. Obwohl sie eine der wenigen Schwarzen an der Schule ist, erfährt sie dort kaum Rassismus und fühlt sich wohl. 

Doch dann wird Khali erschossen.

Bei einer Verkehrskontrolle.

Einfach so.

Grundlos.

Von einem weißen Polizisten.

Trauer und Wut. Und Entscheidungen: Verteidigt Starr Khali öffentlich oder bleibt sie still? Erzählt sie von Khalis kleinkrimineller Vergangenheit, damit die Leute ihn nicht nur „Thug“ oder „Drogendealer“ nennen, aber riskiert damit den Zorn des mächtigsten Gang- Oberhauptes in ihrem Viertel? Erzählt sie ihren weißen Freunden von dem Vorfall, muss sie sich endgültig entscheiden: Ist sie die Ghetto-Starr oder die Williamson-Starr? Oder kann sie beides sein?

Der Roman hat mich umgehauen. Nicht nur super eindrücklich, sondern auch sehr lehrreich und spannend erzählt Angie Thomas von den immer noch vorhanden Rassismus-Problemen in den USA. Gerade jetzt, wo „Black Lives Matter“ top aktuell ist, empfiehlt es sich wirklich, diesen Roman zu lesen. Denn obwohl dies eine fiktive Geschichte ist, gibt es leider viel zu viele wirkliche Geschichten wie diese, die auf rassistischen Handlungen basieren. Starrs Geschichte hat mich genau so traurig, wütend und fassungslos gemacht, wie sie selbst. Am liebsten wäre ich mit ihr auf die Straßen gegangen und hätte mit ihr für Gerechtigkeit gekämpft. 

Majlis

Wie hättet ihr an Starrs Stelle gehandelt? Habt ihr schon mal Alltagsrassismus mitbekommen?

Wovon du träumst (Kira Gembri; 2017 – Arena-Verlag)

Wovon du träumst (Kira Gembri; 2017 – Arena-Verlag)

„Menschen können dich im Stich lassen, aber dein Instrument begleitet dich durch Zorn, Kummer und Freude, und es passt immer perfekt zu dir.“ (Nick in „Wovon du träumst“)

Emilia zieht zum Studieren nach Wien, um dort endlich ihre Träume zu verwirklichen: Zum Beispiel möchte sie in ein Konzert gehen, Klavier spielen und den Regen hören. Aber Emilia ist taub und in ihrer Familie kann keiner nachvollziehen, wie gerne sie hören und Musik wahrnehmen können würde. Im Studentenwohnheim trifft sie auf Nick, einen Jungen mit schiefem Grinsen und einem scheinbar großen Interesse an Partys und (verschiedenen!) Mädchen, und ausgerechnet er will ihr helfen, ihre Träume zu verwirklichen!?

Unterschiedlicher könnten Emilias und Nicks Welten nicht sein, aber was Emilia nicht weiß: Nick hütet ein Geheimnis. Früher war seine Geige einmal sein Ein und Alles, nach einem tragischen Ereignis ging seine Karriere jedoch plötzlich den Bach runter und er verlor sich in einer Welt zwischen Erwartungen, Träumen und Verzweiflung. Emilias und Nicks Welten scheinen also doch nicht ganz so verschieden zu sein, wie Emilia zu Anfang dachte. Aber kann die Liebe zur Musik die Welt der Hörenden und die Welt der Gehörlosen vereinen? Und können sie sich beide, jeder für sich, ihre größten Träume verwirklichen?

Der Roman ist abwechselnd aus der Sicht von Emilia und Nick geschrieben, wodurch man als Leser schon sehr früh mehr über die Protagonisten weiß als sie über den jeweils anderen. Dies ist der Grund, weswegen man Dinge und Handlungen von vornherein anders beurteilen kann, als die beiden es tun. Und trotzdem ist es mir gelungen, mich durchweg in die beiden hineinzuversetzen. Kira Gembri hat es geschafft, mich sowohl in die Welt der Gehörlosen eintauchen zu lassen als auch in die Welt eines musikalischen Wunderkinds, das durch den Erfolg gebrochen wurde.

Im Besonderen hat mir die Beschreibung der Gefühle sehr gut gefallen. Denn in einer Familie, in der alle Mitglieder taub sind, sind ganz andere Dinge wichtig als in einer musikbegeisterten Familie. Zusammen mit Nick habe ich diese Erfahrung machen müssen und andersherum habe ich mit Emilia lernen müssen, dass das Erfüllen von Träumen nicht immer mit einem Schrei getan ist …

Ich habe den Roman durchgängig geliebt und verschlungen und ich kann ihn allen Lesern empfehlen, die sich so wie ich einerseits für die Welt der Gehörlosen interessieren, andererseits aber auch für die Musik. Denn ich könnte ohne Musik nicht leben, verstehe also Nick und finde es gleichzeitig faszinierend, wie Emilia die Musik ebenfalls so sehr lieben kann.

Lena

Wer war noch so beeindruckt, dass Emilia dermaßen gut Lippen lesen konnte? Und könnt ihr Nicks Ehrgeiz verstehen oder teilt ihr eher Emilias Meinung und zählt auf den Spaß? 😊

Dies ist die Lösung zu Collage 12

Die Wahrheit schmeckt nach Marzipan (Annie E. Lindner, 2021 – Franke-Verlag)

Die Wahrheit schmeckt nach Marzipan (Annie E. Lindner, 2021 – Franke-Verlag)

„Der, der loslassen muss, erfährt unerträglichen Schmerz. Davor hast du Angst. Aber für denjenigen, der geboren wird oder stirbt, ist es der Beginn eines neuen Abenteuers, der Übergang in eine neue Welt.“

Wie kann denn bitte ein Tagebuch bei tiefer Trauer helfen? Das fragt sich die 16-jährige Tally, die überraschend ihren Vater verloren hat. In ihrer Trauer isoliert sie sich zunehmend und gerade die Hilfe ihrer überforderten Mutter und der Therapeutin, die ihr empfiehlt, ihre Gefühle aufzuschreiben, kann sie überhaupt nicht gebrauchen.

Eines Tages lernt Tally die alte Frau Möller kennen, die mit einem Papageien zusammenlebt und eine große Vorliebe für Marzipan hat. Diese lädt Tally zum Tee ein, wo dem Mädchen ein Foto von Frau Möllers in den Krieg gezogenen Onkel in die Hände fällt, das sie irgendwie doch zum Schreiben inspiriert. Und dann gibt es ja auch noch Sanna, Tallys beste Freundin, die sich von „der neuen Tally“ keineswegs zurückweisen lässt und Mr Wow, der Tally irgendwie nicht mehr aus dem Kopf geht. Blöderweise sind aber alle beiden Christen und mit der Religion kann Tally gar nichts anfangen und auf entsprechende Ratschläge konnte sie bis jetzt immer bestens verzichten …

Liebe, Trauer, Mut, Angst, Freude, Wut, Verzweiflung und Hoffnung – all diese Gefühle sind in dem Roman vereint. Annie E. Lindner hat einen durch und durch aufwühlenden und zum Nachdenken anregenden Roman geschrieben, den ich mehrfach aus der Hand legen musste, weil ich mir die gleichen Fragen gestellt habe, mit denen Tally konfrontiert wurde. Gibt es so etwas wie Macht über Leben und Tod? Ist die schlechte Wahrheit wirklich besser als die gute Lüge? Und was ist meine eigene Wahrheit?

Dadurch, dass sich die Handlung größtenteils zwischen der nicht-religiösen Tally und ihren religiösen Mitmenschen und Freunden abspielt, wird der christliche Glaube bis auf seine Grundzüge kritisch hinterfragt. Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich beide Parteien immer verstehen konnte und meine Meinung doch ein bisschen verändert habe. Ich bin beeindruckt von der Ernsthaftigkeit, die in einem scheinbar einfachen Großstadtleben einer 16-jährigen auftreten kann und ich bin inspiriert, mich mit verschiedenen angesprochenen Themen intensiver auseinanderzusetzen.

Ich kann den Roman allen empfehlen, die sich mal auf eine Reise zu sich selbst begeben wollen und vielleicht ein ähnliches Schicksal wie Tally durchlebt haben. Viel Spaß beim Lesen!

Lena

Könnt ihr Tally Reaktion nach dem Öffnen des Briefes ihres Vaters nachvollziehen? Und was habt ihr gedacht, was für eine Geschichte hinter dem Foto von Frau Möllers Onkel steckt? Schreibt es in die Kommentare! 😊