One of us is lying (Karen M. McManus; 2017 – Delacorte/RH, US – Verlag)

Wenn der unbeliebteste Junge an deiner Schule stirbt und du zu den Tatverdächtigen gehörst, dann kann dein Leben ziemlich schnell zur Katastrophe werden …

An der Bayview High befinden sich gleich vier Jugendliche in dieser Lage: Bronwyn, die wirklich schlau ist und der Familietradition nach unbedingt nach Yale folgen muss, Addy, ein eher unscheinbares, aber wirklich hübsches Mädchen, Cooper, der Baseballprofi der Schule, und Nate, der eher dafür bekannt ist, dass er mit Drogen dealt.

Diese vier Schüler müssen an einem Nachmittag aus einem Grund, den keiner von ihnen nachvollziehen kann, nachsitzen. Auch mit dabei ist Simon, der eine Erdnuss-Allergie hat und der Urheber einer App ist, in der er Geheimnisse der Schüler ausplaudert und damit schon so einigen Schaden angerichtet hat … In dieser etwas merkwürdigen Nachhilfestunde klappt Simon ganz plötzlich zusammen, später werden in seinem Wasser Spuren von Erdnussöl gefunden, und verstirbt kurz darauf im Krankenhaus. Am nächsten Tag wollte er eigentlich einen Post veröffentlichen, in dem es um Bronwyn, Addy, Cooper und Nate gehen sollte. Überraschung? Die Polizei geht dem plötzlichen Tod auf die Spur und ins Rampenlicht gelangen die vier Schüler, deren Alltag nun von Besuchen auf dem Polizeirevier und der Presse geprägt ist. Denn alle haben sie ein Geheimnis, das um keinen Preis an die Öffentlichkeit gelangen darf, und damit ein Motiv …

Wessen Geheimnis könnte so schlimm gewesen sein, dass er oder sie um jeden Preis verhindern wollte, dass die Öffentlichkeit davon erfährt? Was soll man machen, wenn einem die anderen drei Mitverdächtigen eigentlich sympathisch erscheinen, aber fraglich ist, ob einer von ihnen ein Mörder ist? Und wenn sich aus einer verbotenen Freundschaft vielleicht sogar noch mehr entwickelt …?

Karen M. McManus lässt den Roman im Wechsel von Bronwyn, Addy, Cooper und Nate erzählen. Mir ging es so, dass ich immer wieder einen Verdacht hatte, wer es gewesen sein könnte, aber als dann das nächste Kapitel aus der Sicht dieser Person geschrieben wurde, war ich wieder verunsichert. Ich hatte sehr viel Spaß daran, zusammen mit der Polizei und den vier Schülern herauszufinden, wer der Täter ist und was seine Beweggründe waren, den Mord zu begehen. Außerdem sind mir die Protagonisten mit der Zeit sehr ans Herz gewachsen, sodass ich mir gar nicht vorstellen wollte, dass ich mich in einem von ihnen getäuscht haben könnte, weshalb ich auch nicht in der Lage war, das Buch wieder aus der Hand zu legen … 😉

Ich kann diesen Roman allen Lesern empfehlen, die gerne mit den Protagonisten mitfiebern und Spaß daran haben, in die Rolle eines Detektivs zu schlüpfen. Und ich freue mich schon auf den zweiten Teil …

Lena

Gab es für euch jemanden, der in euren Augen verdächtiger war als die anderen? Und warum? Und gab es jemanden, den ihr von vorneherein ausgeschlossen habt? Schreibt es in die Kommentare! 😊

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