Auerhaus (Bov Bjerg; 2015 – atb)

„Die Zeit im Auerhaus, das sei seine schönste Zeit gewesen. Das hat er in das Buch geschrieben“

Höppner, Frieder, Vera, Cäcilia, Pauline und Harry – die Bewohner des Auerhauses.

1982 – Höppner muss mal von zu Hause weg. Er kann den neuen Freund seiner Mutter einfach nicht mehr ertragen. Da kommt ihm Frieder gerade recht. Frieder hatte versucht sich umzubringen und kam danach in die Psychiatrie am Rand der Stadt. Jetzt wurde er entlassen, aber er möchte auf keinen Fall wieder zu Hause einziehen. Eine WG mit Höppner bietet sich an. Da dieser aber nicht alleine für Frieder verantwortlich sein möchte, zieht auch Vera mit ein. Die wiederum möchte aber nicht das einzige Mädchen sein und nimmt ihre Freundin Cäcilia mit. Als dann Pauline, Frieders Freundin aus der Psychiatrie, entlassen wird, wird sie auch Mitglied der WG. Woher Harry kommt, weiß keiner so genau, aber eines Tages war er halt auch irgendwie dabei. 

Die Jugendlichen genießen ihre Freiheit: Schmeißen Partys, werden zu Kleinkriminellen und essen nach einem Knoblauch-Unfall drei Wochen lang Tzaziki. Doch es gibt auch die andere Seite der Auerhausbewohner, wenn sie in langen Gesprächen über Gott und die Welt, Leben und Tod philosophieren. Wie funktioniert die Liebe? Was macht man nach der Schule? Wie ist es zu sterben? Und zwischen all den anderen Fragen steht immer wieder die eine im Raum: Wird Frieder es nochmal versuchen?

Dieser Coming-of-Age Roman hat mir echt gut gefallen. Inhaltlich hat die Geschichte mich an „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf erinnert. Der Roman ist mit Witz geschrieben und  Bov Bjerg ist es gut gelungen, auch über schwierige Themen sehr klar und verständlich zu schreiben. Zwischendrin fand ich es etwas anstrengend, da ich mich mit keinem der Charaktere gut identifizieren konnte, aber es hat trotzdem Spaß gemacht, von ihren Erlebnissen und Gesprächen zu lesen. Besonders die verrückten Aktionen der Sechs haben mich zum Lachen gebracht. Ich kann den Roman allen Jugendlichen und „Tschick“- Fans empfehlen.

Majlis

Wen der Sechs mochtet ihr am liebsten? Habt ihr schon mal in einer WG gewohnt, bzw. würdet ihr das gern?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.