A wish for us (Tillie Cole; 2018 – LYX-Verlag)

„Ich liebte mein Leben. Ich war nicht so sicher, ob viele Leute sich das täglich vor Augen führten.“ (Bonnie in „A wish for us“)

Musik kann man lieben, hassen, hören, machen, spielen, mixen, schreiben … Aber kann man sie auch so richtig brauchen, fühlen, sehen und schmecken? Cromwell Dean, ein Synästhetiker, also jemand, der (in diesem Fall) unter anderem Musik in Farben sehen kann, hat ein einzigartiges Talent für die Musik und ist der erfolgreichste Musiker Europas. Mit seinen 19 Jahren ist er in der Musik-Szene wohl der bekannteste Electronic Dance Music (EDM) – DJ und der absolute Mädchenschwarm. Doch am Mischpult fühlt er nichts, die Musik, die er erzeugt, bedeutet ihm nichts. Dennoch studiert er in den USA mit dem hauptfach Musik, da er von einem bekannten ehemaligen Komponisten ein Stipendium bekommen hat.

An dieser Uni studiert auch Bonnie Farraday, die wohl begeistertste Musikstudentin im Kurs. Zusammen mit ihr muss Cromwell an einem Kompositionsprojekt arbeiten, was ihm total gegen den Strich geht. Und auch Bonnie ist zunächst nicht begeistert, da dieser gelangweilte, angeblich so großartige Musiker ihr ihre Note versauen wird. Doch eines Nachts hört sie ihn musizieren und entdeckt eine Seite von ihm, die er vergeblich versucht zu unterdrücken. Und auch Cromwell merkt, dass er seine Gefühle nicht länger ignorieren und ertränken kann. Er merkt, dass er sich seiner Vergangenheit stellen muss …

Tillie Cole hat mich mit diesem Roman begeistert! Ich selber bin total musikvernarrt und die Synästhesie, über die Cromwell verfügt, hat mich fasziniert. Der Roman wird mal aus Bonnies und mal aus Cromwells Sicht geschrieben, wodurch eine Geschichte und die Musik aus zwei ganz verschiedenen Blickwinkeln erzählt wird. „A wish for us“ ist ein unglaublich gefühlsstarker Roman, der den Leser sehr intensiv mitnimmt. Ich fand toll, wie Cromwell Bonnie, und somit auch den Leser, an seinen Farben hat teilhaben lassen, denn dadurch wurde man mit der Zeit Teil der Geschichte und die ganze Zeit hatte ich das Gefühl, selber im Musikzimmer zu stehen und Cromwell zuzuhören …

Lena

Kennt ihr jemanden, der Synästhesie hat? Wünscht ihr euch, eure Gefühle mit Farben und Geschmack zu fühlen? Oder hättet ihr Angst vor der Intensität? Schreibt es in die Kommentare! 😊

Die ist die Lösung zu Collage 04.

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